Ich gehe immer wieder gern zum körperlichen und geistigen entspannen in die Sauna. So schalte ich vom Alltag ab, lasse meinen Gedanken freien Lauf und bin im gesamten Körper entspannt.

Ich war schon in vielen Ländern in der Sauna. Dabei ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Länder bei der eigenen Saunakultur ticken. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Punkte, über die sich alle einig sind.

Welche fünf positiven Wirkungen das Saunieren auf deinen Körper hat, wer in die Sauna gehen sollte und wer nicht und wie jeder mit zehn Tipps einen entspannten Saungang erleben kann erfährst du in diesem Artikel.

Diese fünf positiven Wirkungen hat Saunieren auf deinen Körper

1) Deine Muskeln entspannen sich

Nachdem du die Sauna betreten hast und dir einen angenehmen Platz gesucht hast, bemerkst du wie sich deine Haut um drei bis zehn Grad langsam erwärmt. Im Inneren des Körpers erhöht sich die Temperatur um ein bis zwei Grad. Durch die erhöhte Temperatur aktiviert dein Körper Abwehrzellen – ähnlich wie bei Fieber. Das hat zur Folge, dass sich deine Blutgefäße weiten, deine Herz- und Atemfrequenz steigen und sich deine Muskeln entspannen.

2) Dein Körper wird von innen heraus gereinigt

Nach ein paar Minuten beginnst du zu schwitzen – das beginnt bei dem einen schneller, bei dem anderen langsamer. Dein Körper entzieht deinem Blut die Flüssigkeit und schwitz. Wenn du lang genug schwitzt, gleicht dein Körper den Flüssigkeitsverlust im Blut aus, indem Wasser aus deinen  Muskeln, dem Fett- und Bindegewebe entzogen und ins Blut transportiert wird. 

Mit diesem Flüssigkeitsausgleich gelangen nicht nur Wasser, sondern auch Abfallprodukte, die beim Stoffwechsel entstehen und im Gewebe angelagert werden in dein Blut. Diese Schadstoffe werden später mit deinem Urin ausgeschieden – so entschlackst du deinen Körper.

3) Deine Haut wird gereinigt

Die Durchblutung deiner Haut steigt und der Stoffwechsel arbeitet doppelt so schnell. Deine Hautporen öffnen sich, wodurch angelagerte Abfallprodukte und Dreck nach außen gelangen. Nach dem Saunagang fühlt sich deine Haut am ganzen Körper rosig, elastisch und straff an.



Mehr zum Thema: https://www.gesundheit.de/wellness/entspannung/sauna-und-wellness-oasen/saunagang-erholung-fuer-koerper-und-haut

4) Du kannst tiefer durchatmen

Die heiße Luft in der Sauna regt die Durchblutung deiner Schleimhäute und die Sekretabsonderung der Atemwege an. Das Fassungsvermögen deiner Lunge erhöht sich durch die Musekelentspannende Wirkung der Sauna. Die Kombination bewirkt, dass du tiefer durchatmen kannst. 

5) Dein Imunsystem wird gesträkt

Bei jedem Saunagang aktivierst du durch den Wechsel zwischen Hitze, Kälte und Raumtemperatur deine Abwehrzellen. Du trainierst sozusagen für den Ernstfall. Dadurch werden deine Abwehrzellen stärker und du wirst seltener krank. Dein Kreislauf und dein Immunsystem werden gestärkt.

Wer sollte in die Sauna gehen?

Die Sauna kann zu medizinischen Zwecken, wie auch zu Zwecken des generellen Wohlbefindens genutzt werden. Bei folgenden Symptomen und Erkrankungen werden Saunagänge grundsätzlich empfohlen:

  • Asthmatische Erkrankungen
  • Chronische Schmerzen
  • Durchblutungsstörungen
  • Herz-Kreislaufbeschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Nervöse Erkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Stoffwechselstörungen

Hinweis: Frag vor dem Saunagang deinen Hausarzt, ob sich  ein Saunagang positiv auf deine Gesundheit auswirken kann und auf was du zu achten hast.

Wer sollte nicht in die Sauna gehen?

Nicht jeder sollte in die Sauna gehen! Wenn dein Körper schon geschwächt ist, kann eine Sauna kontraproduktiv sein. Das heißt du schädigst deinen Körper zusätzlich. Wenn du eines oder mehrere folgender Symptome und Erkrankungen aufweist, solltest du grundsätzlich nicht in die Sauna gehen:

  • Bluthochdruck
  • Entzündungen
  • Epilepsi
  • Erkältungen
  • Fieber
  • Hauterkrankungen
  • Herzprobleme
  • Lungenerkrankungen
  • Nierenprobleme
  • Schwindelanfälle

Hinweis: Frag vor dem Saunagang deinen Hausarzt, ob sich  ein Saunagang positiv auf deine Gesundheit auswirken kann und auf was du zu achten hast.

Mit diesen 10 Tipps hat jeder einen entspannten Saunagang

1) Nimm dir ausreichend Zeit

Ein Saunabad nimmt je nach Umfang mehrere Stunden in Anspruch. Nimm dir ausreichend Zeit. Schnell mal in die Sauna und weiter zum nächsten Termin wird nicht den gewünschten Effekt erzielen.

Grundsätzlich wird empfohlen, zwei bis drei Saunagänge von je 8 bis 15 Minuten durchzuführen. Dazwischen nimmst du ein wohltuendes Fußbad und entspannst.

2) Besänftige deinen Magen

Um richtig in der Sauna entspannen zu können, solltest du nicht mit leerem oder vollen Magen in die Sauna gehen. Ess zum Beispiel ein leckeres, belegtes Brot bevor du in die Sauna gehst. Zwischen den Saunagängen solltest du nicht essen – das hemmt den Entschlackungseffekt.

3) Achte auf deinen Flüssigkeitshaushalt

Zwischen den Saunagängen solltest du nicht trinken – das hemmt den Entschlackungseffekt. Nach deinem letzten Saunagang ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen um deinen Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Am besten geeignet sind Wasser oder Fruchtschorlen. 

4) Achte auf deine Körperhygiene

Bevor du die Sauna betrittst, duscht du dich gut ab. Im Anschluss richtig abtrocknen, denn trockene Haut schwitzt schneller. 

Achte darauf, dass keine starken Gerüche an dir haften. Das kann zum Beispiel Schweiß, aber auch Parfüm sein. Durch die Hitze in der Saune werden Gerüche um ein Vielfaches verstärkt, dass kann schnell unangenehm für dich und alle anderen werden. In der Sauna kann es auch mal enger werden. Niemand will neben jemanden mit mangelnder Körperhygiene sitzen.

5) Vorbereitendes Fußbad

Wenn die Möglichkeit besteht, nimm ein warmes Fußbad vor jeder Sauna. Das bewirkt später zusätzlich, dass du schneller schwitzt.

6) Saunakleidung

Generell legst du jeglichen Schmuck ab. Je nach Material kann dieser sehr heiß werden und dich damit sogar verbrennen. Zu deinem besten lässt du also jeglichen Schmuck draußen.

Auch deine Schuhe bleiben draußen. In die Sauna soll möglichst kein Dreck getragen werden.

In Deutschland ist es üblich, ohne Kleidung in die Sauna zu gehen. In vielen anderen Ländern ist das undenkbar. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, trage zunächst Badekleidung und frag einfach nach, wie das in dem jeweiligen Land in der Sauna gehandhabt wird.

Du nimmst immer ein großes Handtuch mit in die Sauna. Auf das setzt du dich mit deinem gesamten Körper, auch den Füßen. Das Handtuch ist also so auszubreiten, dass die gesamte Fläche bedeckt ist, auf welche dein Schweiß laufen kann.

7) Beachte die Komfortzone

Halte Abstand zu deinem Sitznachbarn. Eine Armlänge ist dabei ratsam. So hat jeder genug Luft und fühlt sich nicht unwohl. Die Sauna ist kein Ort, um andere Saunagäste von oben bis unten mit Blicken zu inspizieren. In der Sauna will sich jeder wohlfühlen und entspannen.

8) Achte auf dich

Je nach körperlichen Wohlbefinden und Erfahrung solltest du dir die Sauna mit der richtige Temperatur aussuchen. Bei deinem ersten Sauna Besuch direkt in eine 100 Grad Sauna mit Aufguss zu gehen könnte nicht die beste Wahl sein. Such dir einen guten Platz für dich. Also weiter oben wenn du die Hitze mehr spüren willst, weiter unten für weniger. Grundsätzlich sollte dein Saunagang kurz und intensiv sein.

Bleib nur solange in der Sauna, wie du dich wohlfühlst. Wird dir die Sauna zu heiß oder fühlst du dich nicht gut, verlass umgehend die Sauna. Mach dich nicht von anderen Abhängig. Also nicht drinnen bleiben oder raus gehen, weil es ein Freund tut.

9) Gönn deinen Ohren eine Auszeit

In der Sauna ist es in der Regel üblich, keine ausgiebigen Gespräche zu führen. In einigen Ländern ist das anders. Ich persönlich genieße die Ruhe, um meine Gedanken schweifen zu lassen.

10) Nach deinem Saunagang

Verlass die Sauna, atme die kühlende frische Luft, geh dich kalt abduschen und gegebenenfalls in ein Eisbecken. Durch den Wechsel von heiß zu kalt ziehen sich deine durch die hitze geweiteten  Blutgefäße wieder zusammen und bleiben dadurch elastisch. Warte ein paar Minuten bis zum nächsten Saunagang.

Jetzt bist du dran!

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